Aktuelle Hypothekarzinsen

03.08.2022 Eye Icon ca. 6 Minuten

Wie hoch sind die Hypothekarzinsen gerade? Warum sind sie mal höher und mal tiefer und je nach Anbieter so unterschiedlich? Hier erfahren Sie, welche Zinssätze Sie aktuell auf Valuu finden und welche Faktoren sich wie auf die Zinsbildung auswirken.

Flex / SARON*

3 Jahre Flex/SARON ab 0.64 %

Kurze bis mittlere Laufzeiten*

2 Jahre Festhypothek ab 2.05 %
3 Jahre Festhypothek ab 2.15 %
4 Jahre Festhypothek ab 2.26 %
5 Jahre Festhypothek ab 2.35 %
6 Jahre Festhypothek ab 2.39 %
7 Jahre Festhypothek ab 2.43 %
8 Jahre Festhypothek ab 2.47 %
9 Jahre Festhypothek ab 2.52 %
10 Jahre Festhypothek ab 2.55 %

Lange Laufzeiten*

11 Jahre Festhypothek ab 2.82 %
12 Jahre Festhypothek ab 2.85 %
13 Jahre Festhypothek ab 2.86 %
14 Jahre Festhypothek ab 2.87 %
15 Jahre Festhypothek ab 2.69 %

Welchen Einfluss hat die Bonität auf den Zinssatz?

Die Bonität ist zusammen mit dem Immobilienwert ausschlaggebend für die Gewährung einer Hypothek. Das heisst, die Bank bewertet jeden Kunden und jede Liegenschaft und leitet daraus ihre Risiken und schliesslich den Zinssatz ab. 

Die Bonität eines Kunden ergibt sich aus den Antworten auf die Fragen:

  • Wie viel Eigenkapital kann er einbringen respektive wie hoch ist die Belehnung?
  • Ist sein Einkommen hoch genug respektive ist die Immobilie für ihn tragbar?

Die Tragbarkeit gibt darüber Auskunft, ob sich ein Kreditnehmer sein gewünschtes Wohneigentum auch langfristig leisten kann. 

Als Faustregel gilt: Eine Liegenschaft ist dann tragbar, wenn die jährlich anfallenden Kosten nicht mehr als ein Drittel des Bruttoeinkommens betragen. Die anfallenden Kosten setzen sich zusammen aus den kalkulatorischen Zinsen von 5 %, den Amortisationskosten (ca. 1 %) sowie den Nebenkosten der Liegenschaft (ca. 1 % des Liegenschaftswertes). 

Wie hoch darf eine Hypothek sein?

Eine Hypothek auf selbstbewohntem Wohneigentum darf in der Regel maximal 80 % des Immobilienwertes betragen. Innerhalb von 15 Jahren oder bis zur Pensionierung (das früher Eintreffende gilt) muss die Hypothek auf 65 % amortisiert werden.

Warum unterscheiden sich die Zinssätze je nach Hypothekarmodell?

In der Schweiz gibt es grundsätzlich drei Arten von Hypotheken: 

Andere Modelle wie die Stufen-, die Kombi- oder Mixhypothek bauen auf einer dieser Basismodelle auf. 

Bei der Festhypothek werden sowohl Laufzeit als auch Zinssatz bei Vertragsabschluss fest vereinbart. Üblich sind Laufzeiten zwischen 1 und 10 Jahren. Es sind jedoch auch längere Laufzeiten möglich.

Bei der Geldmarkthypothek ist nur die Laufzeit fest, sie beträgt in der Regel 1, 3 oder 5 Jahre. Der Zinssatz hingegen wird alle 3 Monate dem Referenzzinssatz SARON («Swiss Average Rate Overnight») angepasst.

Eine variable Hypothek ist unter Einhaltung der vereinbarten Fristen (üblicherweise 3 oder 6 Monate) kündbar. Der Kreditgeber kann den Zins jederzeit den Marktverhältnissen anpassen. Die variablen Hypotheken spielen derzeit kaum eine Rolle im Markt.

Bei den drei Hypothekarmodellen kommt der Zinssatz also auf unterschiedliche Weise zustande. Die Grundregel lautet dabei: Je mehr Sicherheit und Stabilität, desto höher der Zins. Hypotheken mit langen Laufzeiten sind also in der Regel – aber nicht immer! – teurer als kurzfristige. 

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Vergleichen lohnt sich

Bei den Angebotszinsen gibt es grosse Unterschiede; gerade im heutigen Zinsumfeld ist Vergleichen ein Muss, um nicht unnötig teure Verträge abzuschliessen. Mit der richtigen Wahl können Sie jährlich mehrere tausend Franken sparen. 

Auf Valuu können Sie die besten Angebote von über 100 Banken, Versicherungen, Anlagestiftungen und Pensionskassen einfach und schnell vergleichen, die passende Hypothek wählen und bei selbstbewohntem Wohneigentum gleich online abschliessen. 

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Lesetipp zum Thema: «Passende Hypothek finden: So kommen Sie zum besten Angebot»

FAQ

Was sind Hypothekarzinsen?

Eine Hypothek ist ein Kredit für den Kauf einer Immobilie. Der Hypothekarzins ist demnach der Preis, den Sie dem Hypothekargeber bezahlen müssen, damit er Ihnen das Geld für Ihren Immobilienkauf leiht.

Wie kommen die Hypothekarzinssätze zustande?

Es sind im Wesentlichen 5 Faktoren, welche die Zinssätze bestimmen:

1.    Leitzins der Schweizerischen Nationalbank SNB
2.    Finanzielle Situation des Kunden (Bonität)
3.    Wert / Zustand der Immobilie
4.    Hypothekarmodell und Laufzeit
5.    Marge des Kreditgebers – diese unterscheidet sich je nach Risikobewertung des Kunden und der Immobilie
 

Wie wirkt sich der Leitzins der Schweizerischen Nationalbank SNB auf die Hypothekarzinsen aus?

Mit dem Leitzins bestimmt die SNB die «Grosswetterlage» im Schweizer Finanzierungsmarkt, und zwar so: Um Hypotheken vergeben zu können, müssen sich Finanzinstitute Geld bei der SNB beschaffen. Dafür bezahlen sie eben diesen Leitzins und wälzen ihn – zuzüglich einer individuellen Marge – auf ihre Hypothekar- und Kreditkunden ab.

Je höher der Leitzins der SNB, desto höher das allgemeine Level der Hypothekarzinssätze in der Schweiz. Hier erfahren Sie mehr zum Thema.

Warum sind die Zinssätze von Bank zu Bank so verschieden?

Um mit Hypotheken Geld zu verdienen, schlagen Banken, Versicherungen und Pensionskassen eine Marge auf den Leitzins, den sie der Schweizerischen Nationalbank für ihre Kredite zahlen müssen. Wie gross diese Marge ist, ist jedem Kreditgeber selbst überlassen und hängt unter anderem auch davon ab, wie risikoreich oder -arm er den Kunden und die Immobilie bewertet. Allerdings wird er die Marge so ansetzen, dass er konkurrenzfähig bleibt.

Auch haben die verschiedenen Unternehmenstypen (Bank, Pensionskasse oder Versicherung) unterschiedliche Refinanzierungsmodelle, was sich ebenfalls in unterschiedlichen Margen äussern kann.

Deshalb ist der Vergleich von Anbietern aus allen drei Bereichen so wichtig – so wie dies auf Valuu automatisch geschieht.

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