Bye bye, LIBOR – salut, SARON!

Ab 2022 gilt in der Schweiz nicht mehr der LIBOR, sondern der SARON als Referenzzinssatz für Geldmarkt-Hypotheken.

Sie ist eine beliebte und oft gewählte Alternative zur Festhypothek: die so genannte Geldmarkt- oder LIBOR-Hypothek. Ihre Laufzeit liegt in der Regel zwischen einem und drei Jahren und ihr Zinssatz wird alle drei oder sechs Monate dem Geldmarkt angepasst. LIBOR wird diese Art von Hypothek deshalb genannt, weil sein Zinssatz auf dem «London Interbank Offered Rate» (zu Deutsch: Londoner Interbanken-Angebotszins) basiert. Das ist der Zinssatz, zu dem sich die Banken gegenseitig Geld leihen oder leihen würden. Doch der LIBOR hat bald ausgedient. Ab dem 1. Januar 2022 bestimmt in der Schweiz nicht mehr der LIBOR, sondern der SARON («Swiss Average Rate Overnight») den Zinssatz für Geldmarkt-Hypotheken. 

LIBOR: Manipulationen haben sein Ende eingeläutet 

Der Grund für die Abschaffung des LIBOR als Referenzzinssatz liegt an seiner entscheidenden Schwachstelle: Er basiert nicht auf tatsächlich abgewickelten Kreditgeschäften zwischen den Banken, sondern lediglich auf Einschätzungen, also von den Banken genannten Zinssätzen. Das macht den LIBOR anfällig für Manipulationen. Tatsächlich kam 2012 heraus, dass in den USA einige Banken jahrelang frei erfundene, zu hohe Zinssätze genannt hatten, um bei ihren Hypothekar-Kunden mehr Zinsen abrechnen zu können. Daraufhin teilte die britische Finanzaufsichtsbehörde mit, den LIBOR per Ende 2021 einzustellen. 

Betrugssicherer SARON

Als LIBOR-Ersatz für die Schweiz legten die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Schweizer Börse SIX den SARON fest. Der grosse Vorteil des SARON: Er basiert nicht auf blossen Schätzungen oder Abmachungen, sondern auf tatsächlich getätigten Transaktionen. Manipulationen wie beim LIBOR sind mit dem SARON also nicht möglich.

Keine grossen Veränderungen zu erwarten 

Der SARON wurde bereits 2009 von der SNB entwickelt, er ist also nicht neu. In den vergangenen Jahren hat er sich stets auf etwa demselben Niveau wie der LIBOR bewegt. Die meisten Experten erwarten, dass dies zumindest mittelfristig so bleiben wird. Für LIBOR-Kunden wird die Umstellung also wahrscheinlich kaum spürbare Veränderungen mit sich bringen. 
Bei Fragen zum LIBOR, zum SARON oder zur Umstellung Ende 2021 stehen Ihnen unsere Experten gerne zur Verfügung!

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