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Fragen und Antworten

  • Was ist Valuu, und wie funktioniert es?

    Valuu führt Sie vollständig digital zur für Sie passenden Hypothek.

  • Welche Vorteile bietet Valuu?

    Valuu ist eine unabhängige, digitale Plattform für den Vergleich und den Abschluss von Hypotheken. Valuu begleitet Sie auf dem gesamten Weg zur Finanzierung Ihrer Immobilie: Vom unabhängigen Vergleich der für Sie massgeschneiderten Angeboten über das Einreichen der Unterlagen bis hin zum Abschluss. Umfassend, sicher, transparent.

  • Muss ich für die Nutzung der PF Plattform Kunde bei PostFinance sein

    Nein, die Plattform ist unabhängig und neutral. Sie steht sämtlichen Interessenten offen.

  • Mit welchen Smartphones funktioniert Valuu?

    Valuu benötigt iOS Version 11.x oder neuer // Android Version 7.x oder neuer

  • Wie viel kostet der Download der App?

    Der Download der App ist kostenlos.

  • Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, damit ich eine Hypothek über Valuu erhalte?

    Dafür sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

    • Sie sind in der Schweiz wohnhaft
    • Es handelt sich um eine selbstbenutzte Wohn- oder Ferienliegenschaft
    • Die Kosten für die von Ihnen ausgewählte Hypothek betragen pro Jahr maximal 35 Prozent Ihres Bruttoeinkommens
    • Sie bringen Eigenmittel in Höhe von mindestens 20 Prozent des Immobilienwertes ein. Dabei ist die Verpfändung und der Bezug der Säule 3a und der Pensionskassengelder möglich. Mindestens 10 Prozent der Eigenmittel müssen aus liquiden Mitteln (1) stammen.
    • Ihr zu erwerbendes Objekt ist fertig gebaut und befindet sich nicht im Baurecht
    • Auf dem Objekt liegen keine wertmindernden Dienstbarkeiten vor
    (1) Zu liquiden Mitteln gehören beispielsweise Sparguthaben, Gelder aus der Auflösung von Anlagevermögen, Gelder aus der Säule 3a
  • Wie sind meine Daten geschützt?

    Der Datenschutz Ihrer persönlichen Daten wird vertraglich gewährleistet. Sämtliche Informationen werden durch PF vertraulich behandelt. Die persönlichen Angaben, die Sie in der App tätigen und hochladen, werden verschlüsselt übertragen.

  • Wieso muss ich so viele Dokumente hochladen?

    Um einen verbindlichen Abschluss zu tätigen, müssen die Finanzinstitute Ihre finanzielle Situation sorgfältig beurteilen können.

  • Wie lade ich meine Dokumente auf Valuu hoch?

    Sie haben die Möglichkeit, die Dokumente in der App zu fotografieren und hochzuladen. Alternativ können Sie bestehende Dateien hochladen. Dafür müssen Sie diese auf Ihrem Smartphone speichern.

  • Bis zu welchem Zeitpunkt kann ich das Angebot in der App verändern?

    Sie können bis zum Abschluss das Angebot in der App verändern. Vor dem Abschluss müssen Sie das finale Angebot nochmals bestätigen. Nach dem Abschluss können die Daten nicht mehr verändert werden.

  • Was geschieht, wenn ich mein Dossier abgeschlossen habe?

    Wenn Sie Ihr Dossier abgeschlossen haben, prüft Valuu Ihre Eingaben und leitet das Dossier an das von Ihnen gewählte Finanzinstitut weiter.

  • Ist der Abschluss auf der App verbindlich?

    Ein von Ihnen über Valuu getätigter Abschluss ist grundsätzlich verbindlich. Mit der Annahme des Angebots schliessen Sie eine Abschlussvereinbarung mit dem gewählten Kreditgeber ab. Der von Ihnen ausgewählte Kreditgeber wird Ihren Abschluss detailliert prüfen. Er behält sich vor, das Angebot allenfalls zu widerrufen, insbesondere, wenn sich die Angaben zu Ihrer Person oder zur Liegenschaft als nicht korrekt oder nicht vollständig herausstellen sollten oder sonstige Gründe (z.B. Compliance) vorliegen. Der Kreditgeber wird Ihnen innerhalb von sieben Bankwerktagen eine verbindliche Zu- oder Absage erteilen.

  • Wie lange dauert der Prozess bis zur Auszahlung einer Hypothek?

    Sobald Sie alle Dokumente verfügbar haben, dauert es ca. 30 Minuten, bis Sie den Abschluss über die App ausgelöst haben. Im Anschluss wird das ausgewählte Finanzinstitut Kontakt mit Ihnen aufnehmen und die Auszahlungsmodalitäten bestimmen.

  • Wo kann ich mich bei Unsicherheiten melden?

    Unsere Experten im Kompetenzzentrum sind Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr für Sie da. Melden Sie sich unter +41 58 667 98 84 (Normaltarif)

Glossar

  • Amortisation

    Eine Hypothekarschuld muss nach 15 Jahren oder spätestens bis zum Zeitpunkt der Pensionierung (das vorher eintreffende) auf zwei Drittel des Liegenschaftswertes (Kaufpreis) zurückbezahlt werden. Sie haben die Wahl zwischen direkter und indirekter Amortisation.

  • Direkte Amortisation

    Sie zahlen in regelmässigen Abständen die Hypothek zurück. Dadurch reduziert sich die Höhe der Hypothek nach jeder Rückzahlung, die Zinskosten sinken. Im Gegenzug kann bei der Steuererklärung weniger Schuldzins abgezogen werden.

  • Indirekte Amortisation

    Sie zahlen die Amortisationsbeträge in eine verpfändete Vorsorgelösung ein: in eine Lebensversicherung oder auf das Vorsorgekonto 3a. Die Hypothek und der Schuldzins bleiben stets gleich hoch. Die einbezahlten Beträge können Sie vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abziehen.

  • Eigenkapital

    Für den Kauf von Wohneigentum benötigen Sie mindestens 20 Prozent des Kaufpreises (Verkehrswert) als Eigenkapital. Die restlichen maximal 80 Prozent Fremdkapital erhalten Sie vom den von Ihnen gewählten Kreditgeber in Form einer Hypothek. Als Eigenkapital gelten Konto- und Sparguthaben, Säule 3a, Pensionskasse, Wertschriften und Fonds sowie Schenkungen.

  • Nebenkosten

    Zusätzlich zum Kaufpreis fallen laufende Nebenkosten an. Zu den laufenden Jahreskosten einer Liegenschaft zählen die Hypothekenkosten, die Amortisation sowie die Nebenkosten. Für die Nebenkosten wird 1% des Verkehrswertes gerechnet.

  • Tragbarkeit

    Damit Sie sich Ihr Wohneigentum auch langfristig bei höheren Zinsen leisten können, müssen Sie zusätzlich die Kriterien für die finanzielle Tragbarkeit erfüllen: Für die Berechnung der Tragbarkeit wird aktuell ein Hypothekarzinssatz von 5% angewandt. Die so errechneten laufenden Jahreskosten dürfen in der Regel nicht mehr als 33% Ihres Bruttoeinkommens betragen.

  • Verkehrswert

    Der Verkehrswert ist der Marktpreis, der beim Verkauf der Liegenschaft erzielt werden kann.

  • Kubatur

    Für die Bewertung Ihrer Liegenschaft ist die Ermittlung des Brutto-Rauminhalts (Kubatur) wichtig. Der Begriff der Kubatur (Kubus) kommt aus dem Griechischen und bedeutet Würfel. Die Berechnung der Kubatur erfolgt ohne Einbezug der Bauqualität. Die Berechnung erfolgt in zwei Schritten:


    1. Grundvolumen des Gebäudes

    Dieses Volumen berechnet sich aus der Gebäudegrundfläche multipliziert mit der Höhe. Die übliche Höhe je Geschoss ist 2.60 m.


    2. Dachzuschläge

    Anstelle der Berücksichtigung der üblichen Geschosshöhe, können Zuschläge für ausgebaute oder nicht ausgebaute Dächer (z. B. kalter Estrich) verwendet werden. Bei ausgebauten Dächern beträgt der Dachzuschlag die übliche Geschosshöhe (2.60m). Bei den nicht ausgebauten Dächern beträgt der Dachzuschlag nur 1m.

  • Eigentumsformen

    Es gibt drei verschiedene Eigentumsformen:


    Alleineigentum

    Diese Eigentumsform ist zu bevorzugen, wenn nur eine Person das Eigenkapital einbringt. Diese Person kann frei über das Objekt verfügen. Sie ist deshalb jedoch allein für den Unterhalt und die Bezahlung der Kosten (Zinsen und Amortisation) verantwortlich.


    Miteigentum

    Falls sich mehrere Personen das Eigentum teilen und jeder Eigenmittel mitbringt, ist diese Eigentumsform präferiert. Im Grundbuch werden die Miteigentumsanteile festgehalten (z. B. 1/3 oder 2/3), je nachdem wie viele Eigenmittel jede Person eingebracht hat. Jeder kann frei über seinen Anteil verfügen und muss entsprechend auch einen Teil der Kosten (Unterhalt, Zinsen, usw.) bezahlen. Falls ein Eigentümer seinen Anteil verkaufen möchte, haben die anderen Miteigentümer ein Vorkaufsrecht. Dies bedeutet, dass die Miteigentümer zuerst diesen Anteil kaufen können.


    Gesamteigentum

    Bei dieser Eigentumsform sind alle Parteien gemeinsam Eigentümer der Liegenschaft, unabhängig davon, wie viele Eigenmittel welche Person eingebracht hat. Diese Eigentumsform ist üblich, falls ein Ehevertrag oder eine Erbengemeinschaft vorliegt. Beim Gesamteigentum können die Parteien nicht frei über ihre Anteile verfügen. Zudem müssen sämtliche Entscheidungen (z. B. der Verkauf der Liegenschaft) gemeinsam gefällt werden. Auch die Kosten (z. B. Unterhalt, Zinsen) müssen gemeinsam bezahlt werden.

  • Dienstbarkeit

    Dienstbarkeiten geben der oder dem Begünstigten das Recht, das jeweilige Grundstück in einem bestimmten Umfang zu nutzen. Die Dienstbarkeiten werden auf Basis eines öffentlich beurkundeten Vertrags in das Grundbuch eingetragen.


    Dienstbarkeiten können den Wert der Liegenschaft dauerhaft mindern. Dies ist z. B. bei der Vergabe von Nutzniessungsrechten, Wohnrechten, Baurechten oder Vorkaufsrechten möglich. Nicht wertvermindernd in diesem Sinne gelten Wegrechte.


    Nutzniessung

    Bei einer Nutzniessung kann der Berechtigte die fremde Liegenschaft vollständig selbst nutzen oder vermieten. Dafür trägt er die Auslagen für den gewöhnlichen Unterhalt und die Bewirtschaftung der Liegenschaft, die Zinsen für die Hypothek sowie Steuern und Abgaben. Der Berechtigte kann die Liegenschaft nicht selbständig verkaufen oder sein Nutzniessungsrecht übertragen. (vgl. Art 745 ZGB)


    Wohnrecht

    Das Wohnrecht verleiht dem Begünstigten das Recht eine Liegenschaft (oder einen Teil davon) zu bewohnen. Grundsätzlich darf der Wohnrechtsberechtigte seine Familienangehörigen bei sich wohnen lassen. Das Wohnrecht ist weder übertragbar noch vererblich. Der Wohnrechtsberechtigte versteuert den Eigenmietwert und übernimmt die Kosten für den gewöhnlichen Unterhalt. Investitionen, Hypothekarzinsen und Versicherungsprämien gehen zu Lasten des Eigentümers. (vgl. Art 776 ZGB)


    Baurecht

    Beim Baurecht erhält eine Drittperson das Recht auf oder unter fremden Boden ein Bauwerk zu errichten. Der Baurechtsvertrag regelt Inhalt und Umfang des Baurechts. Als Gegenleistung für die Benützung des Bodens wird in der Regel die Bezahlung eines Baurechtzinses vereinbart. (vgl. Art 791 ZGB)


    Vorkaufsrecht (limitiertes und unlimitiertes)

    Das Vorkaufrecht verleiht dem Begünstigten die Möglichkeit, die Liegenschaft beim Verkauf zu erwerben. Dabei gibt es das limitierte und das unlimitierte Vorkaufrecht. Beim limitierten Vorkaufrecht werden Preis und weitere Bedingungen für den Verkauf bereits festgelegt. Beim unlimitierten Vorkaufrecht kann hingegen die Liegenschaft zu denselben Bedingungen erworben werden, welche für andere potenzielle Käufer gelten würden.


    Wird das Vorkaufsrecht vertraglich festgehalten, darf dies für maximale 25 Jahre vereinbart werden. Neben den vertraglich festgehaltenen Vorkaufsrechten existieren auch gesetzlich vorgeschriebene Vorkaufsrechte z. B. bei Miteigentum. Dafür ist kein Vertrag notwendig. (vgl. Art. 681 ZGB)


    Wegrecht

    Ein Wegrecht sichert den Zugang zu einem Grundstück. In der Wegrechtsdienstbarkeit werden in der Regel die Art des Wegrechtes (Fuss- und Fahrwegrecht), die Breite und Länge des Weges und zu tragende Unterhaltspflichten festgelegt. (vgl. Art 741 ZGB).

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