Wohneigentum oder doch lieber mieten?

Wohneigentum zu besitzen ist ein Traum vieler Schweizer. Bei den niedrigen Zinsen heute ist es auch finanziell attraktiv. Doch was kostet Wohneigentum wirklich?

News - 30.11.2020

Das Wichtigste in Kürze

  • Eigenkapital und Tragbarkeit sind hohe Hürden. 
  • Wer Wohneigentum besitzt, profitiert von tieferen Wohnkosten als Mieter-Haushalte.
  • Renovationen und der Eigenmietwert müssen aber berücksichtigt werden

Wohneigentum zu kaufen, ist nicht so einfach. Regulatorische Vorgaben über Eigenkapital und Einkommen (Tragbarkeit) stellen viele Menschen in der Schweiz vor eine Herausforderung. Doch sind diese Hürden einmal gemeistert, spart man monatlich bares Geld.

Effektive Kosten richtig berechnen

Hierzu ein Beispiel: In einer Siedlung in Staufen AG stehen Einfamilienhäuser zur Miete für CHF 2'800. In der selben Siedlung hat es ähnliche Häuser inkl. 2 Parkplätze zum Kauf, für CHF 750'000.

Möchte man eines der Einfamilienhäuser kaufen, müssen 20% anbezahlt werden, also CHF 150'000. Für die restlichen CHF 600'000 schliesst man eine Hypothek ab. Sie läuft beispielsweise über 10 Jahre, zu einem Zinssatz von 0,80 %. Das ergibt Kosten von CHF 4'800 pro Jahr – oder CHF 400 pro Monat und diese liegen somit deutlich tiefer als die Miete von 2'800 CHF.
 

Grafik zu: Wohneigentum oder doch lieber mieten

Der Eigenmietwert

Die Überlegung hinter dem Eigenmietwert ist, dass der Eigentümer sein Haus oder seine Wohnung vermieten könnte. Er bewohnt dieses aber selbst. Das Wohneigentum muss jedoch genauso versteuert werden, wie wenn dem Besitzer jemand Miete bezahlen würde.

Um den genauen Betrag des Eigenmietwerts zu bestimmen, wird geschaut, welche Mietzinsen im Umfeld üblich sind. In unserem Beispiel würde dies in etwa zusätzliche jährliche Steuerkosten von CHF 2'800 ergeben. Die CHF 2'800 müssen als zusätzliches Einkommen in der Steuererklärung angegeben werden.
Durch den Eigenmietwert erhöht sich somit das steuerbare Einkommen. Hypothekarzinsen und Unterhalt können wiederum abgezogen werden. Falls keine grösseren Renovationen getätigt werden, wird sich jedoch unter dem Strich die Steuerrechnung erhöhen.

Amortisation

Wohneigentum muss nach 15 Jahren bis zu einem Drittel abbezahlt sein. In unserem Beispiel wäre das ein zusätzlicher Betrag von CHF 7'000 pro Jahr; im Monat somit rund CHF 600. Die Amortisation kann man indirekt über die Säule 3a tätigen und somit vom steuerbaren Einkommen abziehen.

Total Kosten im Monat

Gemäss unserem Rechnungsbeispiel, bezahlt man als Immobilienbesitzer nicht nur die CHF 400 Hypothekarzinsen im Monat, sondern im Total sind es CHF 1'733. Durch die Amortisation über die Säule 3a wird es wieder günstiger. Mit monatlichen Kosten von CHF 1'233 ist der Kauf der Immobilie im Vergleich zur Miete von über CHF 2'800 sehr lukrativ.

Renovationen

Was bei der Rechnung nicht vergessen werden darf sind Renovationen, die von Zeit zu Zeit anstehen. Als Immobilienbesitzer muss man für die Kosten selbst aufkommen, kann den Betrag aber wiederum den Steuern abziehen. 

Solange die Kosten für die Renovationen nicht vernachlässigt werden, macht Wohneigentum absolut Sinn. Das Gefühl, ein Eigenheim zu besitzen, ist zudem absolut unbezahlbar.

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