Renovationen: Steuern sparen als Doppelverdiener

Wie Sie als Paar beim Unterhalt Ihrer Liegenschaft von Steuerabzügen profitieren.

Ob eine Wohnung in der Stadt oder ein Einfamilienhaus auf dem Land – viele Paare verwirklichen gemeinsam den Traum vom Eigenheim. Was sich viele nicht bewusst sind: Mit Wohneigentum können Paare (speziell auch doppelverdiende) im Verlauf ihres Lebens mehrere tausend Franken Steuern sparen.

 

Werterhaltende und wertsteigernde Sanierungen

Neben den Schuldzinsen der Hypothek können nämlich auch Unterhaltskosten der Liegenschaft von den Steuern abgezogen werden. Alle Investitionen, die zum Werterhalt der Immobilie beitragen, dürfen bei der Steuererklärung angegeben werden. Wer beispielsweise im Rahmen eines Umbaus seine Küche renoviert oder die Heizung erneuert, kann diese Kosten vom steuerbaren Einkommen abziehen. Bei wertvermehrenden Ausgaben ist dies hingegen nicht der Fall. Ein zusätzlicher Wintergarten oder ein neuer Pool im Garten erhöhen den Wert der Liegenschaft und sind deshalb nicht abzugsfähig. Diese Anschaffungen wirken sich aber auf den Mehrwert und damit bei einem allfälligen Wiederverkauf der Liegenschaft aus.
Eine grosse Ausnahme sind energiesparende Investitionen: Kosten für eine bessere Aussendämmung oder Solarzellen dürfen zum Beispiel immer bei den Steuern angerechnet werden – auch wenn sie wertsteigernd sind.
 

Staffelung von grossen Renovationen

Um längerfristig hohe Steuerabzüge zu erzielen, sollten Sie als Paar Sanierungsarbeiten gemeinsam mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin geschickt planen. Verteilen Sie grössere, abzugsfähige Renovierungen auf verschiedene Steuerperioden. So brechen Sie gleich in mehreren Jahren die Progression und erhalten einen niedrigeren Steuersatz. In den übrigen Jahren, in denen nur geringe Unterhaltskosten anfallen, profitieren Sie dann vom Pauschalabzug. Dieser beträgt in der Regel 10 Prozent des Eigenmietwerts und kann jedes Jahr anstelle der effektiven Unterhaltskosten geltend gemacht werden.

 

Dokumentieren und Belege sammeln

Damit Unterhaltsausgaben abgezogen werden können, bewahren Sie für die Steuererklärung sämtliche Handwerkerrechnungen auf. Denken Sie auch an Belege für kleine Unterhaltsarbeiten wie Reparaturen, Heizungsservice und Kaminreinigung. Es lohnt sich zudem auch die nicht-abzugsfähigen Rechnungen der wertvermehrenden Investitionen auf die Seite zu legen. Diese können Sie bei einem potentiellen späteren Verkauf der Liegenschaft vorweisen und dadurch bei den Grundstückgewinnsteuern sparen.

Sollten Sie unsicher sein, welche Unterhaltskosten als werterhaltend und wertsteigernd gelten, finden Sie meist ein entsprechendes Merkblatt bei der Steuerverwaltung Ihres Kantons. Mit einer geschickten und vorausschauenden Planung werden Sanierungen und Unterhaltsarbeiten zu einer lukrativen Steuervergünstigung, von der Sie bei der Verwirklichung Ihres Wohntraums gemeinsam als Paar profitieren.
 

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