Mieten oder kaufen? Sechs Punkte, die Sie beachten sollten.

Wo stehen Sie im Entscheidungsprozess? Beantworten Sie unsere Fragen und finden Sie es heraus.

Wer kann, der kauft: Rein rechnerisch lohnt es sich in den meisten Fällen. Haben Sie also das nötige Eigenkapital von rund 20 Prozent der möglichen Belehnungsbasis resp. des Kaufpreises und wollen Ihren Wohnort (zumindest für die kommenden Jahre) festlegen, dann bietet es sich an, nach einem Eigenheim zu suchen. Es gibt allerdings ein paar weitere Fragen, die Sie sich vor dieser Entscheidung stellen sollten.

Sind Sie der sesshafte Typ?

Wollten Sie noch mal länger ins Ausland oder in eine andere Stadt umziehen, um der Karriere neuen Schub zu geben? Mit einer eigenen Immobilie entscheiden Sie sich für grössere Sicherheit, aber auch für weniger Flexibilität.

Sind Sie finanziell gut aufgestellt?

Sie mögen das Gefühl nicht, dass Ihnen das Zuhause gekündigt werden kann? Oder dass jemand aus Ihrer Miete Rendite schlägt? Oder dass Sie fragen müssen, wenn Sie das Bad neu kacheln wollen? Im Eigenheim sind Sie Ihr eigener Chef – dafür aber auch für alles zuständig, was gerade anfällt oder kaputt ist. Funktioniert in der Mietwohnung die Heizung nicht, sagt man dem Vermieter Bescheid, der sich darum kümmern muss; in der eigenen Immobilie führt alles, was man nicht selber reparieren kann, zu Kosten.

Ist ein Eigenheim Ihre ideale Anlagestrategie?

Wenn es primär darum geht, Vermögen anzulegen, ist die Investition in eine eigene Immobilie eine naheliegende, sinnvolle und vergleichsweise risikoarme Option – allerdings gibt es Anlagemöglichkeiten, die mehr und schnelleren Profit versprechen. Der Eigenmietwert einer selbst genutzten Immobilie muss aktuell noch als Einkommen versteuert werden. Allerdings können allfällige Liegenschaftskosten (Gebäudeversicherungsprämie, Grundgebühr fürs Abwasser usw.) vom Einkommen für die Steuern abgezogen werden.

Was bekommen Sie für Ihr Geld?

Rechnet man mal den Betrag aus, den man in den letzten zehn Jahren total an Miete gezahlt hat, dann lässt es sich fast nicht verhindern, dass sich ein Gefühl des Verlusts einstellt. Dieses Geld ist weg. Was man dafür gekriegt hat, ist ein Dach über dem Kopf während dieser Zeit – nicht weniger, aber auch nicht mehr. Dazu kommt, dass ein Teil des Geldes direkt in die Tasche des Vermieters floss. Die Vorstellung, den gleichen Betrag in etwas investiert zu haben, von dem man einen bleibenden Nutzen hat, gibt ein besseres Gefühl, ganz klar.

Wovon träumen Sie?

Sie möchten irgendwann ein von der Decke hängendes Bett Ihr Eigen nennen? Sie träumen davon, Ihre gesamte Wohnung dem «Red Room» in der TV Serie «Twin Peaks» nachzuempfinden? In einer Mietwohnung sind Ihre Möglichkeiten in Sachen Innenausbau beschränkt. Veränderungen, die in die Bausubstanz der Wohnung eingreifen, sind ohne Zustimmung des Vermieters nicht erlaubt, und auch alle anderen Veränderungen müssen beim Auszug rückgängig gemacht werden. Haben Sie also ganz spezifische Vorstellungen davon, wie Ihr Wohn(t)raum aussehen soll, dann werden Sie mit einem Eigenheim glücklicher.
 

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