2. Hypothek: Was Sie darüber wissen müssen

Je nachdem, wie hoch Ihr Eigenkapitalanteil bei der Eigenheimfinanzierung ist, müssen Sie eine 2. Hypothek aufnehmen. Hier erfahren Sie, was es mit der 2. Hypothek genau auf sich hat.

Eine 1. Hypothek darf maximal zwei Drittel (rund 67 Prozent) des Kaufpreises Ihrer Immobilie betragen. Wenn Sie das restliche Drittel nicht vollständig mit Eigenkapital finanzieren können, müssen Sie eine 2. Hypothek aufnehmen. Da Sie auf jeden Fall mindestens 20 Prozent an Eigenkapital aufbringen müssen, beträgt eine 2. Hypothek also maximal rund 13 Prozent des Kaufpreises.

Beispiel:

Grafik zu: Tabelle 2. Hypothek

Aufteilung Hypothek:

Grafik: Tabelle 2. Hypothek

Wie bei der 1. Hypothek haben Sie auch bei der 2. Hypothek die Wahl zwischen dem Fest-, Geldmarkt- und dem Flex/SARON-Modell. Aber es gibt auch entscheidende Unterschiede.

Höheres Risiko – höherer Zinssatz

Die 2. Hypothek ist eine so genannte zweitrangige oder nachrangige Hypothek. Das heisst, im Falle einer Zwangsverwertung des Hauses oder der Wohnung wird aus dem Verkaufserlös zuerst die 1. Hypothek getilgt. Für die Tilgung der 2. Hypothek reicht das Geld unter Umständen nicht mehr aus. Zweithypotheken sind für den Kreditgeber also mit einem höheren Verlustrisiko verbunden, darum ist der Zins für die Zweithypothek oft 0,5 bis 1 Prozentpunkte höher als für die Ersthypothek. Mittlerweile bieten die meisten Kreditgeber aber Erst- und Zweithypotheken zu einem Einheitszins an – so auch alle Valuu-Partner

Die 2. Hypothek muss amortisiert werden

Der andere grosse Unterschied zwischen der 1. und 2. Hypothek hat ebenfalls mit Sicherheit zu tun: Während Sie eine 1. Hypothek nicht zurückzahlen müssen, besteht bei der 2. Hypothek eine Amortisationspflicht: Sie müssen sie nach 15 Jahren, spätestens aber bis zum ordentlichen Pensionierungsalter (Männer: 65 Jahre; Frauen: 64 Jahre) abbezahlt haben. Die Amortisationsart (direkt oder indirekt) wird zwischen Ihnen und dem Kreditgeber direkt vereinbart. 

2. Hypothek wenn möglich vermeiden

Wenn Sie über mehr als 20 Prozent an Eigenmitteln verfügen, stellt sich die Frage: Stecken Sie das (ganze) «überschüssige» Geld in die Finanzierung Ihrer Immobilie und vermeiden oder reduzieren somit die 2. Hypothek oder legen Sie es (teilweise) anders an? Hier gilt in aller Regel: Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto besser ist Ihre Risikoklasse und desto attraktiver ist Ihr Zinssatz. Es ist also durchaus sinnvoll, den Belehnungsgrad möglichst tief zu halten und damit von guten Zinsen zu profitieren. Auf Valuu.ch wird Ihnen in Echtzeit angezeigt, wie sich unterschiedlich hohe Eigenkapitalanteile auf Ihre Angebote auswirken. 

Haben Sie Fragen dazu oder brauchen Sie Unterstützung bei der Entscheidung, ob Sie mehr als die obligatorischen 20 Prozent Eigenkapital einsetzen sollen? Unsere Hypothekarexperten helfen Ihnen gerne weiter. 

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