Hauskauf Konkubinat

Sie lieben sich, wollen nicht heiraten, aber zusammen ein Eigenheim kaufen? Sie können! Lesen Sie hier, welche Möglichkeiten Konkubinatspartner haben, Wohneigentum zu erwerben.

Die entscheidende Frage ist, ob Sie für den Kauf Vorsorgegelder beziehen wollen oder nicht? Wenn ja, kommt nur das Miteigentum infrage. Dabei bringen beide Partner ihre Eigenmittel ein und erhalten entsprechend der finanziellen Quote (beispielsweise 50:50 oder 75:25) Eigentum am Haus oder Stockwerkeigentum zugesprochen. Wem wie viel gehört, wird im Grundbuch dokumentiert, und jeder kann frei über seinen Anteil verfügen. Will einer der Partner verkaufen, hat der andere das Vorkaufsrecht.

Wenn keine Vorsorgegelder bezogen werden, gibt es zwei weitere Möglichkeiten, von denen eine allerdings wenig mit «zusammen ein Eigenheim erwerben» zu tun hat: Das Alleineigentum. Wie der Name schon sagt, gehört die Liegenschaft einem Partner alleine. Er oder sie ist im Grundbuch eingetragen und besitzt damit alle Rechte (und Pflichten).

Eine demokratische Lösung für den Kauf ohne Vorsorgegelder ist darum das Gesamteigentum: In diesem Fall sind beide Partner als gleichberechtigte Eigentümer im Grundbuch eingetragen – auch wenn einer von beiden mehr investiert hat. Sämtliche Entscheidungen müssen dann gemeinsam getroffen werden, also auch der Verkauf der Immobilie.

Für alle Eigentumsformen gilt: Das Gesetz schützt unverheiratete Paare nicht, wenn nach einer Trennung oder nach dem Tod eines Partners über das gemeinsame Heim entschieden werden muss. Detaillierte vertragliche Regelungen sind darum nötig.

Übrigens: Eingetragene Partnerschaften geniessen einen ähnlichen Schutz wie Ehepaare. Aber auch hier lohnt es sich, klar zu regeln und festzuhalten, wer wie viel an die gemeinsamen Lebenshaltungskosten zahlt und wer für welche Investitionen aufkommt – damit der Traum vom Eigenheim nicht mit einem bösen Erwachen endet.

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